Was macht eigentlich… ein Online-Marketing-Berater?

Alle guten Dinge sind … online. Naja, zumindest viele, wenn man die Welt mit den Augen von Online-Marketer Daniel sieht. Im Interview setzt er uns seine Brille auf und erklärt, worauf es in seinem Job ankommt.

Erfrischung gesucht? Unsere Blog-Reihe „Was macht eigentlich…?“ präsentiert euch auch im Sommer kühle Köpfe aus der Kreativ- und Mediawerkstadt von Diemar Jung Zapfe.

Was macht eigentlich … ein Online-Marketing-Berater?

Im Juni hat uns Projektmanagerin Caro aus der Kreationsstube in Erfurt in ihren Arbeitsalltag entführt. Und wie Caro hat auch unser heutiger Interview-Partner Daniel ein Faible für Excel. Daniel ist Berater für Online-Marketing bei Diemar Jung Zapfe Media am Standort Leipzig. Mit seinen Tabellen zieht er für Kunden täglich in den SEO-Kampf um die besten Rankings.

Interview

Hallo Online-Daniel, ich spreche dich gleich mit deinem agenturinternen Rufnamen an, wenn das ok ist. Heute schon alle Kanäle gecheckt?

(lacht) Ok. Ja, direkt nach dem Aufstehen.

Aufstehen und Arbeiten – noch vor dem ersten Kaffee? 😳

Naja, bevor ich ins Büro fahre, checke ich lieber alle Konten. Google, Facebook, E-Mail. Das Übliche halt. Dann fahr ich in die Agentur und stimme mich mit meinen Kolleginnen ab. Das ist dann auch Zeit für einen Kaffee. Oder zwei.

Das ist also dein Morgenritual. Wie füllt sich denn der restliche Tag im Leben eines Online-Marketing-Kundenberaters?

Wichtig ist sicher zu sagen, dass man sich in meinem Job nicht nur hinter einem Bildschirm versteckt. Als Kundenberater bin ich im ständigen Kontakt mit Menschen. Und dazu gehört auch, zum Hörer zu greifen oder Kundentermine vor Ort wahrzunehmen. Damit ist der Vormittag gut gefüllt. Den Rest des Tages werte ich laufende Projekte aus, bereite Kampagnen vor, optimiere Keywords für Suchkampagnen oder was eben ansteht. Wenn spontan nichts Dringendes dazwischen rutscht, gucke ich, welche Online-Neuerungen wir für unsere Kunden und uns als Agentur nutzen können. Denn das, was am Vortag neu war, ist dann schon wieder alt.

Spannend! Siehst du die Schnelllebigkeit des Internets als Vor- oder Nachteil in deinem Job?

Momentan reizt mich das. Also eher als Vorteil. Ich weiß aber nicht, inwieweit sich das auch ändern kann. Vielleicht hat man das im Alter irgendwann satt. Wie gesagt, aktuell find ich’s geil. Ich will nicht stehenbleiben. Wenn man vorne dran ist und immer informiert, hat man einen extremen Marktvorteil. Ich bin einfach gern Spezialist. Aber man muss sich wirklich extrem dafür interessieren. Sonst hat man keine Motivation, am Ball zu bleiben.

Wann zapfen deine Kollegen dieses immer brandaktuelle Wissen an? 

Eigentlich immer dann, wenn das Wort „online“ fällt (lacht). Als Berater kommen aber nicht nur meine Kollegen auf mich zu. Ich habe ja wie gesagt auch einen direkten Draht zum Kunden. Es ist meine Aufgabe, den Kunden auf dem neuesten Stand zu halten. Nur wenn ich gut informiert bin, kann ich den Kunden gut informieren.

Welche Aufgaben ergeben sich aus solchen Kundengesprächen?

Zum Beispiel Zielgruppen analysieren, Online-Strategien ableiten, Zeitpläne erstellen. Als Berater im Online-Marketing bringe ich aber auch aktiv ständig neue Online-Ansätze ein. Ich sehe einfach, dass viele Unternehmen in Deutschland da hinterherhinken. Durch Corona wurde der Hype in Richtung Digitalisierung sogar noch größer. Hinter Online steckt viel Fachwissen und Mathematik. Das teile ich mit Leidenschaft.

Das kommt der Vertriebler durch. Da kommst du ursprünglich her, stimmt’s?

Stimmt. Ich habe meine Ausbildung im Finanzwesen gemacht und danach viele Jahre im Vertrieb gearbeitet. Davon profitiere ich heute extrem. Ich war immer nah am Menschen und weiß, wie die Menschen in den unterschiedlichen Ecken Deutschlands ticken. Dadurch kann ich sie besser abholen.

Mit sieben Jahren hatte ich zum Beispiel meinen ersten eigenen Computer. Das war Anfang der Neunzigerjahre etwas Besonderes.

Wie genau kam es zu dem Sprung ins Online-Marketing zu Diemar Jung Zapfe Media?

Über meine heutige Teamleiterin Justina. Wir haben uns damals auf einer Online-Fortbildung kennengelernt. Sie hat mich nach dem Seminar angeschrieben und in die Agentur eingeladen. Wenn du jetzt meinst, woher ich das Online-Wissen hatte: Online-Themen haben mich schon immer interessiert. Mit sieben Jahren hatte ich zum Beispiel meinen ersten eigenen Computer. Das war Anfang der Neunzigerjahre etwas Besonderes. Mit sechzehn habe ich mir mein erstes Geld mit Online-Marketing dazuverdient. Zu der Zeit gab es ja auch noch keine Regeln. Ich habe mir das alles selbst beigebracht. Hat funktioniert. Während meiner Zeit im Finanzwesen habe ich dann auch mehr und mehr Online-Themen übertragen bekommen. Als Online-Marketing-Kundenberater verbinde ich heute das eine mit dem anderen. 

Hypothetische Frage: Was wäre eine Welt ohne Internet …?

… interessant. Der Menschheit hat ja auch früher nichts gefehlt.

Das aus deinem Mund 😁

Ja, da spricht der Philosoph aus mir. Ich find die Frage, was die Digitalisierung mit uns macht, sehr spannend. Ich konsumiere, wie neunzig Prozent der Menschen auch, überwiegend online. Digitalisierung soll uns das Leben leichter machen, aber nicht abnehmen. Es wird also immer Bereiche geben, die auch ohne Internet wunderbar funktionieren. Wenn es um das Thema Digitalisierung aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive geht, kann ich das Buch „Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ von Richard David Precht empfehlen.

Online ist am Ende nur der Spiegel der Gesellschaft.

Was muss man mitbringen, um langfristig Freude und Erfolg in deinem Beruf zu haben?

Wer im Online-Marketing arbeitet, braucht eine gute Auffassungsgabe. Er oder sie muss Verhaltensweisen, die neunzig Prozent aller Menschen an den Tag legen, individuell anwenden können. Und man muss sich für Technik und Algorithmen begeistern können. Ohne das geht es nicht. Im Endeffekt sollte man aber Erfahrungen aus allen Bereichen des Lebens mitbringen. Online ist am Ende nur der Spiegel der Gesellschaft.

Deine Onliner-Weisheit zum Schluss:

Online ist keine Altersfrage. Du kannst mit sechzehn genau so viel Wissen, wie mit vierzig. Selbst, wenn dich andere als Nerd abstempeln, halte daran fest. Irgendwann kommt der Punkt, an dem das nerdige Wissen das Expertenwissen der Zukunft ist.

Danke Daniel fürs Job-Update!

Habt ihr noch Fragen an Online-Daniel? Dann nutzt einfach die Kommentarfunktion unseres Blogs. Gern stillen wir eure Neugier. Oder ihr wendet euch am besten direkt an Daniel – die Kontaktdaten findet ihr unten.

Kontaktdaten

Daniel Voigt
Online-Marketing-Berater | SEA, SEO, Social Media

Mail: daniel.voigt@djz-media.de
Telefon: 0341 70293022

Constanze Fürst

Constanze Fürst

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