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Ritterliche Werbung

Im mittelalterlichen Ritterturnier, der zirzensischen Domestizierung der Schlacht, tragen die Protagonisten auf ihren Helmen die Helmzierden. Dafür wurden im Mittelalter oft Büschel von Adler- oder Straußenfedern verwendet. Diese hatten ebenso wenig eine kampfunterstützende Funktion wie die Pfauenfedern dem Hahn das Fliegen erleichtern. Sie folgten vielmehr dem Handicap-Prinzip von Amotz Zahavi. Wer sich so viel Zierrat an Pferd, Körper und – im Falle der Helmzier – am Kopf leisten konnte, der zeigte Gegner und Publikum eine hohe Fitness. Die Helmzier war also ein Stärkesignal. Wer dieses Handicap zu tragen vermochte, der machte sich attraktiv durch ein offensives Erfolgsversprechen. Im Klartext: Er steigerte seine Chancen auf das Wohlwollen der edlen Damen und damit auf sozialen Aufstieg.

Kontakt

Frank Diemar
Geschäftsführender Gesellschafter

Mail: diemar@diemar-jung-zapfe.de
Telefon: 0361 3019220

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