Online-Texte Teil 2 – business as print-usual?

Texte sind tot. Zumindest online. Wirklich? Zählt im Internet einzig und allein der frischeste Look, das beste Bild? Gewiss nicht. Texte sind lebendiger als je zuvor. Sie funktionieren nur anders. Lesen Sie hier den zweiten Teil unserer goldenen Texter-Regeln für die Online-Welt.

Gute Online-Texte lassen Sprache leben

Mehr Schreiber, mehr Geschriebenes, mehr Alltagssprache

Mit zunehmender Digitalisierung wird (nach dem, was Statistiken hergeben) zwar nicht weniger auf Papier, aber immer mehr auf dem Display gelesen. Insbesondere der persönliche Schriftverkehr nimmt dank zahlreicher Messenger stark zu: Wohl nie zuvor wurde so viel schriftlich und dabei ungezwungen kommuniziert. Schrift- wird so gesprochener Sprache immer ähnlicher. Denn was man täglich liest und selbst verfasst, prägt unterschwellig auch die eigenen Erwartungen an Texte. Das betrifft nicht nur Wörter: Auch Sprachstrukturen, Textlängen und – aus Sicht der Sprachliebhaber leider – auch Rechtschreibung und Zeichensetzung verändern sich. Ergo: Online-Texte sind auch und besonders fürs Ohr geschrieben.

Sprachkultur verteidigen vs. Zukunft zulassen

Daraus folgt eine Wanderung auf schmalem Grat: Einerseits muss man neuen Lese-Erwartungen entgegenkommen. Sprache ist nun einmal lebendig – manch großer deutsche Text macht heute im Original auch nur noch Sprachhistorikern Spaß. Andererseits darf, muss man sogar Funktionalität verteidigen – nicht aus konservativer Prinzipienreiterei, sondern weil sie sinnvoll ist. Zudem kann man als Text-Profi durchaus immer mal zeigen, dass man „es“ kann. Anders als der „Messengerer“ wird man ja dafür bezahlt. Ein Rennfahrer fährt schließlich auch gekonnter als wir alle. Und er zeigt das auch und erfreut uns damit.

Gute Online-Texte nerven nicht

Ein Leser namens Suchmaschine?

Und dann ist da noch das bei Textern mäßig beliebte Search Engine Optimizing kurz SEO. Als wenn einem nicht schon genug Beteiligte hereinreden würden! Doch auch hier sind deutliche Fortschritte zu vermelden. Suchmaschinen erkennen immer besser, was dem Nutzer wirklich nützt, was er länger liest und was er gleich wieder wegklickt.

Dont’t panic, it’s organic!

Online-Texte, die erbarmungslos oft das Keyword unterbringen, nerven deshalb nicht nur den Leser. Auch Suchmaschinen bestrafen diesen Versuch zu schummeln mit einem schlechten Ergebnis. Ein guter Online-Text sollte maximal vier Prozent Keyworddichte aufweisen, keinesfalls mehr. Er muss weiterhin „organisch“ wirken d.h. angenehm echt, nicht unangenehm aufdringlich und wie vom Computer generiert. Wenn man auf einen Blick erkennt, wie das Keyword lautet, ist das kein gutes Zeichen.

Suchmaschinen sind auch nur Menschen

Darüber hinaus gilt weitgehend: Was der echte Mensch mag, schätzt die Suchmaschine ebenfalls. Zum einen bewertet sie, wie sich Leser verhalten – und leitet daraus ab, wie wertvoll der Text für sie ist. Zum anderen erfassen die sogenannten „Crawler“ Online-Texte auf ganz ähnliche Weise wie Menschen – nur schneller und rationaler. Sie messen ausschließlich, ob der Text thematisch relevant ist. Der Mensch braucht länger, weiß dann aber auch, ob er den Text „mag“.

Der Text hinter dem Text

Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Metatext also Alternativtexte für Bilder, Keywords, Kurzbeschreibungen etc. Viele Content-Management-Systeme bieten hierfür spezielle Werkzeuge an, die diese „Metaarbeit“ deutlich vereinfachen und auch prüfen.

Haben Sie überhaupt für die „Richtigen“ geschrieben?

Ganz am Anfang (also hier ganz falsch) steht – wie immer – die wichtigste Maßnahme, nicht nur im SEO: die Auswahl der Zielgruppe und ihrer Ansprache. Ein Online-Text, der sich an die „falschen“ Menschen richtet, wird unwichtig; Google & Co. lassen ihn links bzw. ganz unten liegen.

Fazit: Online-Text = Print-Text? Nein! Aber …

… fast alles, was gute Online-Texten beachten müssen, macht auch – redaktionelle wie werbliche – Print-Texte besser. Schließlich buhlen vor allem Werbende ständig um die Aufmerksamkeit des Lesers.

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Kontaktdaten

Holger Beyer
Geschäftsführer

Mail: beyer@diemar-jung-zapfe.de
Telefon: 0361 30192101

Quellen:

blog.suedkurier-medienhaus.de/werbung-printonline/online-texte-schreiben-darauf-muessen-sie-achten/

text.zuumeo.com/journal/2018/8/28/ob-online-oder-auf-papier-sind-nicht-alle-texte-gleich

henninghohmann.de/texten-fuer-print-oder-online-macht-das-einen-unterschied

fine-sites.de/texte-optimieren-online-print-suchmaschinen-leser

content.de/lexicon/Gute-Online-Texte-6.html

akademie.de/wissen/webgerecht-texten-schreiben

Bildnachweis:

pexels prateek katyal
DJZ Redaktion

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