Angesagt
Der Diemar Jung Zapfe-Blog

Weitblick, Effizienz und Klartext

Er ist sozusagen der Vater der Agentur, und ich habe viel von ihm gelernt – Geschäftsführer Sven Wicke über Frank Diemar. Der langjährige Geschäftsführer schied nun aus eigenem Wunsch aus dieser Position aus.

Frank Diemar ist mir das erste Mal vor fast 20 Jahren begegnet. Es war bei der Verleihung des Dialogmarketingpreises der Deutschen Post, zu der wir beide als Preisträger eingeladen waren. Ich kam recht frisch vom Studium und war als freier Designer für verschiedene Agenturen tätig. Irgendwann fasste ich mir ein Herz, um ihn und die Diemar Jung Zapfe für eine Zusammenarbeit zu gewinnen.

Aus der freien Zusammenarbeit wurde eine feste Verbindung. Ich kann nicht sagen, ob Frank bereits damals das Potenzial für eine so lange und enge Zusammenarbeit gesehen hat und die Entwicklung, die das bis heute nahm. Aber ich kann sagen, dass er über die Jahre hinweg häufig und in vielerlei Hinsicht Weitsicht bewiesen hat und immer noch beweist.

Sei es bei der langjährigen Betreuung von Kunden – wie der AOK PLUS oder Bus und Bahn Thüringen, um nur zwei zu nennen, die er an die Agentur binden konnte. Oder beim Rekrutieren geeigneter Kolleginnen und Kollegen. Er hat auch Weitblick bewiesen, wenn es um clevere Kampagnenideen geht, die nicht nur einmal, sondern auch nach Jahren konzeptionell noch funktionieren.

Immer prägt ihn dabei die Effizienz in seinem Denken. Und sein Ehrgeiz, langlebige Ideen für unsere Kunden zu entwickeln – Dinge, die von Dauer sind. Frank hält nicht viel von Moden und saisonalen Trends. Ihn prägen und er prägt langfristige Methoden.

Seine Arbeit hat also etwas Ausdauerndes. Vielleicht kommt das vom Sport – als Skilangläufer weiß er, wie man Kräfte einteilen muss, um am Ende vorn zu bleiben. So hat er bis heute die Interessen der Agentur gesteuert. Er hat sie stets in ruhiges Fahrwasser manövriert und sie nie riskanten Manövern ausgesetzt. Auch deshalb gibt es Diemar Jung Zapfe seit über 30 Jahren.

Dabei ist Franks Stärke nicht unbedingt das Klein-Klein des Agenturalltags. Das macht er auch mit. Die Kraft für die Agentur entfaltet sich vielmehr, wenn er den Blick von außen einnimmt, um das große Ganze zu denken. Hier machte er immer die entscheidenden Punkte, hier gab und gibt er stets die wichtigen Impulse, die dem Unternehmen das Vorankommen sichern.

Wer Frank kennt, weiß, dass er dabei ein Freund klarer Worte ist. Manchmal sind die Hinweise, die er gibt, nicht die, die man in diesem Moment hören will. Will sagen, auch wir geraten ab und an aneinander, sind nicht immer gleicher Meinung. Doch das ist oft nur vorläufig.

Denn wenn man über seine Anregungen oder Anmerkungen eine Runde nachdenkt, kommt man häufig zu dem Schluss, dass etwas dran ist, was man für sich annehmen sollte, an dem man sich abarbeiten kann und an dem man schlussendlich selbst wieder ein Stück wächst. Deshalb betrachte ich Frank früher wie heute als einen wichtigen Mentor, von dem ich viel lernen durfte.

Seine klaren Worte haben noch etwas Gutes: Man muss bei ihm selten die Schmeicheleien abziehen, um auf den Kern seiner Botschaft zu stoßen. Denn Zuckerwatte war noch nie sein Ding. Das formt und gibt einem das Rüstzeug für die Realität da draußen, die häufig ebenfalls kein Blatt vor den Mund nimmt. Es bleibt also zu sagen, Frank ist immer ein Korrektiv für uns in der Agentur. Und ich kann jedem nur empfehlen, ihn als solches auch in Zukunft zu Rate zu ziehen.

Die Organisation der Agentur – besser: die der Agenturgruppe – haben er, Frank Jung und Michael Zapfe bereits vor mehr als drei Jahren meinem heutigen Geschäftsführerkollegen Holger Beyer und mir in die Hände gelegt. Hier dürfen wir uns beweisen, konnten bereits Aufgaben lösen und haben noch viele vor uns.

Denn wir arbeiten in einem sich nach wie vor rasant weiter entwickelnden Markt, der Marketing und Kommunikation heutzutage in komplett anderen Dimensionen betrachtet als noch vor fünf, zehn oder 15 Jahren. Dieser Markt ist wesentlich diverser in seinen Kanälen und seinen Inhalten als in der Vergangenheit. Marken kommunizieren heute direkter, transparenter – gefühlt auch ehrlicher – als vor einigen Jahren noch. Und auch die Relevanz der Botschaften spielt eine wesentlichere Rolle.

Es braucht daher ein Team aus vielen Experten, das alle Aspekte dieses Marktes bedienen kann. Dazu eine Reihe guter externer Partner. Hier ist ein intensives Zusammenarbeiten gefragt. Vieles ist kollaborativer geworden, vieles entsteht in Teamarbeit. Auch gemeinsam mit den Kunden, die uns mehr als früher als Sparringspartner betrachten.

Wenn uns jemand fragt, was dennoch bleibt, dann kann ich sagen: Diemar Jung Zapfe bleibt die beratungsstarke Agentur, als die sie bekannt ist. Und wenn uns jemand fragt, was wird anders, dann ist vieles davon ungewiss. Aber eines ist sicher – für unsere Kunden werden wir noch mehr als bisher ein Partner auf Augenhöhe sein, der sie erfolgreich durch die dichter werdenden Wege des Kommunikationsdschungels begleiten kann.

Und in dieser spannungsreichen Zeit freuen wir uns, wenn uns Frank auch weiterhin mit Rat zur Seite steht.

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