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Der aufregendste Moment im Agenturalltag? Klar, wenn wir Kunden unsere Entwürfe präsentieren. Der Wunsch: Ein WOW. Was ein WOW ausmacht, wollten wir von unserem Grafikdesigner Chris wissen.

Ein Design ruft drei Reaktionen hervor – ja, nein und WOW! WOW ist das Ziel.

Milton Glaser
Chris, wie siehst’n du das?

Ja natürlich ist WOW das Ziel! Jedoch entsteht ein WOW nicht gleich von heut auf morgen. Wie sagt man so schön: „Was lange währt, wird endlich GUT“. Und allein die Tatsache, dass ein GUT schon lange liegen muss, lässt vielleicht die Reifezeit eines WOWs erahnen.

Die Kunst besteht darin, WOW-Designs im schnelllebigen Agentur-Alltag zu schaffen. Gerade hoher Zeitdruck, x Korrekturläufe, interne und externe Abstimmungsrunden oder ein herannahender Druckunterlageschluss fordern dich immer wieder heraus, aus einem GUT ein WOW zu machen.

Das Schöne am Agentur-Alltag: Man ist nie allein. Bereits hinter der nächsten Flügeltür kann ich in der Regel auf Unterstützung zählen. So halten wir uns gegenseitig den Rücken für WOWs frei. Dazu kommt, dass ein WOW nicht allein vom Design lebt. Vielmehr ist es das Zusammenspiel des Designs mit weiteren Komponenten, wie der Konzeption, der Idee dahinter und dem Text, das einem Medium den WOW-Effekt verleiht. So hängen wir oft gemeinsam über einem brodelnden Kessel und brauen ein Elixier, das den Kunden und die Kunden unser Kunden in einen magischen WOW-Zustand versetzen soll.

Die genaue Definition eines WOW-Designs hab ich jetzt leider nicht bei Wikipedia gefunden 😜 Mario Pricken allerdings, ein Autor, der sich u. a. mit Kreativitäts-Techniken auseinandergesetzt hat, spricht vom sogenannten „Kribbeln im Kopf“. Ich finde, das trifft es ziemlich gut. Es hat auf jeden Fall etwas Aufregendes, Anziehendes und irgendwie auch was Wildes. Wenn mich etwas so fesselt, dass ich trotz unserer, an Überfluss erstickenden, Umwelt für einen kurzen Moment aus meiner Welt gerissen werde, dann hat es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein WOW gehandelt.

Chris ist Grafikdesigner bei Diemar Jung Zapfe. Sein Erkennungsmerkmal: Der Notizblock. Damit kein Wunsch, keine Idee verloren geht, hält Chris wie ein Stenograph im Bundestag alles fest, was wichtig ist.

Über unsere Serie:

In unserer DJZ-Serie „Wie siehst’n du das?“ setzen wir unserem Team Weisheiten aus Marketing und Management vor die Nase. Tiefgründig, witzig und manchmal ein bisschen bissig. Was sagen sie dazu? Spiegeln die schlauen Sprüche ihren Arbeitsalltag wider? Oder ist in Wirklichkeit alles ganz anders?

Kontakt

Christoph Mitzschke
Grafikdesigner

Mail: info@diemar-jung-zapfe.de

Mehr Lesestoff gibt es auf unserem Agenturblog.