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Wer fragt, gewinnt. Warum? Weshalb? Wieso? – das wollten wir von unserer Kundenberaterin Lilly wissen.

Es lohnt sich immer, Fragen zu stellen.

Lilly, wie siehst’n du das?

Wie viele Fragen hast du heute schon gestellt? Wahrscheinlich waren es zu wenige…

Entschuldige bitte, aber meine Antwort auf dieses Zitat musste ich einfach mit einer Frage beginnen. Ich selber stelle tatsächlich sehr gerne sehr viele Fragen. Viele meiner Sätze beende ich mit einem fragenden „…, oder?“, weil es mir mehr Spaß macht, andere Meinungen zu hören als meine Eigene kundzugeben.

Gute Fragen sind ein wirkungsvolles Werkzeug der Kommunikation und ich bin der festen Überzeugung, dass man die Chance nutzen sollte, Fragen zu stellen, wann immer es geht oder nötig ist.

Fragen können so viel mehr als die eigene Ungewissheit oder Unwissenheit zum Ausdruck bringen. Sie können Informationen liefern, zum Denken anregen, den eigenen Horizont erweitern. Sie sind ein großartiges Hilfsmittel, um Lösungen zu finden oder auch, um Beziehungen aufzubauen und zu vertiefen. Wer die richtigen Fragen stellt, zeigt ehrliches Interesse an seinem Gegenüber.

Wenn ich von richtigen Fragen rede, dann meine ich einfache, unkomplizierte, neutrale und durchdringende Fragen. Über eine Frage sollte man mindestens genau so intensiv nachdenken wie über eine Antwort. Falsche Fragen schränken ein, halten klein und führen nicht zum Ziel. Mit den richtigen Fragen hingegen kann ich einiges bewirken. Sie bringen mich auf neue Ideen, sie inspirieren und geben die Richtung vor.

Ich weiß auf der anderen Seite aber auch genauso gut, dass eine Frage mein Gegenüber in Zugzwang setzt, er/sie muss irgendwie reagieren. Das gefällt nicht immer und fällt nicht immer leicht. All denen, die sich durch (m)eine offensive „Fragerei“ unwohl fühlen, würde ich gerne mit auf den Weg geben, dass jeder einzelne die Hoheit über seine Antworten hat. Man muss nicht immer die Antwort liefern, die der Gegenüber hören will, das ist nicht das Ziel und ein guter Frager weiß das auch. Genauso wie ich die Richtung eines Gespräches mit meinen Fragen lenken kann, kann ich das auch mit meinen Antworten. Passt mir die Frage nicht, kann ich sie infrage stellen. Und egal, was ich gefragt werde: Ich darf darauf antworten, was ich möchte!

Besonders schön sind übrigens Fragen an sich selbst, um mal die eigene Situation zu reflektieren.

Meine Lieblingsfrage stelle ich meinem Freund jeden Abend: „Was hast du heute zum ersten Mal getan?“ Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Antworten ihm inzwischen tagtäglich darauf einfallen.

Zusammenfassend denke ich, dass Fragen definitiv unterschätzt bzw. falsch eingeschätzt werden. Die Ansicht, dass der, der fragt eine Wissenslücke und somit ein Defizit hat, ist überholt. Wenn es nach mir ginge, könnten Fragen sehr gerne einen viel wichtigeren und positiveren Stand in unserem Alltag erlangen.

Oder wie siehst du das? 😉

Lilly ist Kundenberaterin bei Diemar Jung Zapfe. Mit ihrem Kommunikationstalent – und den richtigen Fragen – moderiert sie On- und Offline-Meetings souverän.

Über unsere Serie:

In unserer DJZ-Serie „Wie siehst’n du das?“ setzen wir unserem Team Weisheiten aus Marketing und Management vor die Nase. Tiefgründig, witzig und manchmal ein bisschen bissig. Was sagen sie dazu? Spiegeln die schlauen Sprüche ihren Arbeitsalltag wider? Oder ist in Wirklichkeit alles ganz anders?

Kontakt

Lilly Martin
Kundenberaterin

Mail: info@diemar-jung-zapfe.de

Mehr Lesestoff gibt es auf unserem Agenturblog.