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Der Diemar Jung Zapfe-Blog

Humor: Hand- und Herz-Werk

Haben Sie heute schon so richtig gelacht? Vielleicht über einen Witz der Kollegin oder des Kollegen in der Pause, mit Ihren Kindern oder beim Surfen mit dem Smartphone? Hoffentlich – denn Lachen ist eine echte Heilquelle und bekanntlich die beste Medizin. Humor kommt gut an, macht uns leistungsfähiger, hilft gegen Krankheiten und sogar beim Aufstieg auf der Karriereleiter. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über Scherz, Spaß und Witz – und wie er zum Einsatz kommt. Also: Lesen Sie schnell weiter, dann kann der Spaß weiter gehen.

In jedem von uns steckt ein Clown. Oder etwa nicht?

Nichts ist so schwer, wie Menschen zum Lachen zu bringen. Humor ist eine komplexe zwischenmenschliche Interaktion. Und er verbindet Menschen miteinander. Es reicht meist nicht, nur einen „guten“ Witz zu erzählen.
Es geht darum, Glücksgefühle beim Gegenüber hervorzurufen. Jeder hat Humor – wenn auch nicht den Gleichen. Humorforscher gehen von drei unterschiedlichen Humorarten aus: widersprüchlicher Humor, aggressiver Humor und warmherziger Humor. Die ausgewogene Mischung macht’s. Wie viel Humor man besitzt, ist jedoch nicht messbar.

Auch in der Marketingwelt ist das Thema Humor in der Werbung ein ständiges. Im DJZ-Fachartikel „Wer mehr weiß, hat die Lacher auf seiner Seite“ schildern der Agenturgründer Frank Jung und Kreativdirektor Daniel Riethmüller ihre Erkenntnisse. Den Artikel gibt es hier zum Nachlesen: https://www.yumpu.com/de/document/read/1510230/humor-in-der-werbung-diemar-jung-zapfe

Der Autor David Gilmore schreibt über die Begabung: „Humor kann über die Jahre verschiedene Formen annehmen, aber im Grunde ist er da.” Beruhigend – finden Sie nicht? Noch besser: Humor kann man lernen. Oder besser gesagt: trainieren. Das wird Ihnen jede oder jeder Stand-Up-Comedian bestätigen. Und auch wenn Sie nicht auf eine Kabarett-Karriere schielen: Was spricht gegen ein heiteres und gelassenes Leben? Schließlich sagt schon eine buddhistische Weisheit: „Das Glück kommt zu denen, die lachen“.

Kichern und Gackern für Körper, Geist und Seele

Man liest und hört es in Zeitschriften, Büchern, in Podcasts und in Online-Ratgebern: Lachen ist gesund. Doch was ist dran an dieser Binsenweisheit? Einiges.

Erstmal rein organisch: Beim Lachen passieren mehrere Dinge im ganzen Körper gleichzeitig. Mehr Sauerstoff erreicht die Lunge und das Gehirn, Kohlensäure wird bei der Lachatmung ausgestoßen, die inneren Organe werden massiert, die Arterienmuskulatur entspannt sich und der Blutdruck sinkt. Insgesamt spannen wir beim Lachen fast 300 verschiedene Muskeln an – davon allein 17 im Gesicht.

Mit den körperlichen Reaktionen kommt dieses gute Gefühl auf und breitet sich im ganzen Leib aus. Der Grund: Glückshormone fluten eimerweise unseren Körper, gleichzeitig wird das Stresshormon Adrenalin unterdrückt.
Sogar das Immunsystem wird beim Lachen angeregt. Dieser ganze Vorgang kann nach einem lustigen Abend schon mal mit einem Muskelkater im Bauch enden. Jedenfalls sind sich Forscherinnen und Forscher einig: Grinsen macht eindeutig glücklich – und Lachen tatsächlich gesund.

Ernsthaftigkeit und Sinn für Humor schließen sich gegenseitig nicht aus.

Gerade aus diesem Grund trifft man Humor überraschend auch an Orten, wo man ihn nicht sofort vermutet. Zum Beispiel in Krankenhäusern oder in Pflegeeinrichtungen. Clownärztinnen und -ärzte oder Klinikclowns treten dort auf, um kranken Menschen mit Humor neue Hoffnung und Lebensmut zu schenken. Anders als in der Manege geht es den Wohltäterinnen und Wohltätern in erster Linie um die Begegnung mit Menschen. Der Clowns & Clowns e.V. aus Leipzig beschreibt seine Arbeit folgendermaßen: „Die rote Nase unserer Clowns kann Brücken schlagen, Lethargie vertreiben und neue Lebensgeister wecken.”

Die Clowninnen und Clowns des gemeinnützigen Vereins durchwandern regelmäßig die Zimmer und Aufenthaltsbereiche von Kliniken und Pflegeheimen. Der Auftritt erfolgt in der Regel in Zweier-Teams und immer in enger Zusammenarbeit mit dem Pflegepersonal. Es wird gesungen, getanzt und gespielt. Eine solche Humor-Visite sorgt für Abwechslung, hilft, die Krankheit für einen Moment zu vergessen und lässt Angehörige für einen kleinen Moment entspannen.

Humor ist ein Geschenk

Ob mit Slapstick, Musik, Zauberei, Jonglage oder Artistik – Humor im Krankenhaus hat viele Gesichter. Die Herzensmenschen hinter den roten Nasen unterstützen wir von Diemar Jung Zapfe dieses Jahr mit unserer Weihnachtsspende. Eine Hälfte der Spende geht an den Clownsnasen e.V. – ein Verein, der schon seit 2005 im Bereich der Klinikclownerie tätig ist und mittlerweile auch in Senioren- und Pflegeheimen für Seelenheil sorgt. Mit der anderen Hälfte wird der Clowns & Clowns e.V. unterstützt. Dieser gemeinnützige Verein setzt sich für die therapeutischen Möglichkeiten des Humors ein, vermittelt ausgebildete Clowninnen und Clowns und spendet selbst tagtäglich Lebensfreude. Wir sagen Chapeau!

Wir wünschen ein frohes Fest und einen guten Start ins Jahr 2023!

PS: Wer noch mehr über die Arbeit der Clowninnen und Clowns erfahren möchte oder die Arbeit mit der roten Nase unterstützen möchte, findet dazu alles unter folgenden Links: www.clowns-und-clowns.de und www.clowns-nasen.de

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