Digitale Akzeptanz stärken: Mitarbeiter für digitale Tools & Plattformen gewinnen

Ohne User ist alles doof. Soziale Netzwerke leben von Menschen, die sie nutzen. Das gilt für Business-Netzwerke nicht weniger als für private Plattformen. Wer digitale Kommunikationstools fest im Arbeitsalltag verankern will, muss Mitarbeiter aktiv zum Mitmachen bewegen. Wie Diemar Jung Zapfe das für die Leipziger Stadtwerke mit dem Netzwerk „Yammer“ gelöst hat, lesen Sie hier.

Ein Netzwerk ohne Nutzer ist wie Word ohne Texter – nutzlose Software. Dabei gibt es viele gute Gründe für die digitale Transformation im Firmenalltag. Und ja, die gab es auch schon vor Corona. Digital ist nämlich oft ziemlich demokratisch. Jeder darf mitsprechen. Alle können dabei sein. Keiner verpasst etwas. Die Krux: Unternehmen müssen Mitarbeiter emotional abholen. Sonst verpuffen nicht nur die Tool-Vorteile, auch die Technik bleibt lediglich ein teurer Spaß.

Yammer ist eines dieser digitalen Business-Tools – eine Art Facebook auf Firmenebene. Und es funktioniert wie jedes andere soziale Netzwerk auch: Mitglieder können sich in Gruppen austauschen, Inhalte teilen, liken und kommentieren. Für die Leipziger Stadtwerke hat Diemar Jung Zapfe den Launch mit einer internen Kampagne begleitet.

Akzeptanz ist kein Zufall – Aufmerksamkeit und Argumente

Mit neuen Tools verhält es sich wie mit Software-Updates. Manche Mitarbeiter aktualisieren sie mit dem ersten Aufploppen. Andere drücken das Fenster solange weg, bis sie mit der veralteten Version an ihre Grenzen stoßen. Und auch bei der Einführung neuer digitaler Netzwerke und Co. wird es eine erste Welle geben, die – einmal darauf aufmerksam gemacht – munter drauf los yammern wird. Diese Mitarbeiter sind Gold wert. Denn sie sind die Pioniere, die ihre Kollegen über den Flurfunk mit den Neuheiten vertraut machen. Ja, und dann gibt es da noch die Update-Ignorierer. Das ist der Teil der Belegschaft, der bislang gut mit den vorhandenen Tools zurechtgekommen ist und wirklich keine Notwendigkeit in den Digitalisierungs-Bestrebungen „von denen da oben“ sieht. Hier wird’s interessant. Denn jetzt sind Argumente gefragt, die Kopf und Herz ansprechen. Es muss also deutlich werden, warum die Plattform wirklich prima ist. PS: Gewöhnen Sie sich an einen etwas lockereren Umgangston. Fachchinesisch ist der falsche Ort für soziale Netzwerke.

Keine Angst vorm stillen Örtchen: Offline für online werben.

Aufmerksamkeit ist kostbar. Denn sie ist exklusiv. Wo viel Reize auf uns einprasseln, selektieren wir blitzschnell. Deshalb verschwinden Rundmails so gern ungelesen in der täglichen E-Mail-Flut. Um wahrgenommen zu werden, müssen andere Wege eingeschlagen werden. Einer davon ist, offline für online werben. An Orten, an denen man ohnehin meistens ansteht und wartet. Am Fahrstuhl, an der Kaffeemaschine oder auf der Toilette. Wer mit flotten Sprüchen an der richtigen Stelle arbeitet, erhöht die Chance, sich mit einem Schmunzeln ins Gedächtnis einzuprägen.

 

       Aussehen kann das zum Beispiel so: Toiletten-Aufkleber, der für Aufmerksamkeit sorgt – und den Grundstein für digitale Akzeptanz legt.

Gute Gründe rumzu-yammern

Aufmerksamkeitsstarke Sprüche und Keyvisuals bewegen einen Teil der Belegschaft zum Mitmachen. Für alle anderen braucht es zusätzlich gute Gründe. Gründe, die Mitarbeiter wirklich etwas angehen z.B. Wie erleichtert das neue Tool den Arbeitsalltag? Damit anzufangen, dass es die Anwendung auch als App gibt, ist nicht zielführend. Zuerst müssen wir an die motivationalen Wurzeln. Warum wollen Menschen Teil eines Netzwerks sein?

Damit Mitarbeiter ehrlich Gefallen an dem neuen Kommunikationstool finden, hat Diemar Jung Zapfe ein Yammer-Factsheet erstellt. Zehn Punkte, die Lust auf die unternehmensinterne Plattform machen. Zum Beispiel erhalten Kollegen über soziale Business-Netzwerke wie Yammer schnelle Antworten auf ungeklärte Fragen – die ellenlange Suche nach dem passenden Ansprechpartner erledigt sich von selbst. Aber auch als Feedbackgeber eignet sich eine Online-Community hervorragend. Eine Umfrage ist schnell gestartet und Kollegen helfen gern mit nützlichen Ergänzungen.

Digitale Zusammenarbeit fördern

Je weiter die Community wächst, desto wichtiger wird es, Usern Tipps und Anwendungsbeispiele mit an die Hand zu geben. Welcher Stream eignet sich für welche Art von Thread? Wie hole ich Kollegen mit ins Boot? Welche Persönlichkeitsrechte muss ich beim Hochladen von Bildern beachten? Mitarbeiter müssen merken, dass die neue Plattform ein Gemeinschaftsprojekt ist.

                                                                      Neue Plattformen sind ein Gemeinschaftsprojekt – Tipps von Diemar Jung Zapfe.

Das Erfolgsrezept schlechthin: Die Hemmschwelle, Neues auszuprobieren, immer so niedrig wie möglich halten. Für unseren Kunden hat Diemar Jung Zapfe im Vorfeld die wichtigsten Fragen vorweggegriffen. In acht wohl portionierten Tipps bekommen Stadtwerke-Mitarbeiter nützliche Tasten-Kombinationen und Chat-Einstellungen erklärt.

Wie ticken Mitarbeiter-Nutzergruppen?

Action ist angesagt. Damit die Business-Plattform auch wirklich in den Firmenalltag einzieht, müssen Mitarbeiter damit interagieren. Doch wie ticken Menschen in Online-Communities?

Nun, zum einen gibt es da die Observer. Sie sind die stillen Beobachter. Oberserver haben sich zwar ein Profil angelegt, aber brandaktuelle Threads, Kommentare oder Likes gehen selten von dieser Nutzergruppe aus. Das ist absolut okay so. Um sie jedoch stärker in die Gemeinschaft einzubeziehen, locken Sie Observer am besten mit einfachen 1-Klick-Abstimmungen oder einer direkten @Ansprache aus ihrem Schneckenhaus. Das Gegenstück zu den Oberservern sind die Heavy User. Sie sind begeistert von der neuen Plattform. Heavy User kommentieren, teilen, liken und halten den Dialog in Gruppenchats am Laufen. Sie bringen Leben in die virtuelle Welt. Deshalb benötigen sie Inhalte, mit denen sie agieren können. Aufrufe und offene Aufgabenstellungen helfen dieser intensiven Nutzergruppe, die Kommunikation in Gang zu halten und das Interesse hoch.

Akzeptiert wird, wer die Sprache seiner Nutzer spricht. Ein Themenplan mit unterschiedlichen Aktionen zum Rätseln, Informieren und Plaudern holt Mitarbeiter dort ab, wo sie sich am wohlsten fühlen.

Beispiel: der Osterfeiertags-Post. Das Kommunikations-Team entlässt Mitarbeiter mit einem Rezept und netten Grüßen ins lange Osterwochenende und liefert damit: 1. Mehrwert für Observer, 2. ein Thema für Liker, 3. Inhalt für Heavy-User und mit einem passenden Call-to-Action zusätzlich 4. eine Möglichkeit für Creators.

Sie wollen digital durchstarten?

Oder haben bereits in neue Tools investiert, die darauf warten, genutzt zu werden? Für mehr Aufmerksamkeit und Akzeptanz berät Sie Holger Beyer gern unverbindlich über passende on- und offline Maßnahmen.

Kontaktdaten

Holger Beyer
Geschäftsführer

Mail: beyer@diemar-jung-zapfe.de
Telefon: 0361 30192101

Constanze Fürst

Constanze Fürst

Mehr Lesestoff gibt es auf unserem Agenturblog.